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LABORTHEMEN

FEBRUAR 2026
 
Hauptthema des Monats: RAUM

 

In diesem Monat beschäftigen wir uns mit dem nächsten Faktor unseres Tanzes: dem Raum.
Doch was ist Raum? Es gibt unterschiedliche Definitionen – etwa in der Geometrie, der Architektur, der Physik oder auch in der Philosophie. Aber was bedeutet Raum im Tanz?

Laut dem Tanztheoretiker Rudolf von Laban bestimmt der Umgang mit dem Raum maßgeblich den Ausdruck des Tanzes.

Im argentinischen Tango ist das Thema Raum besonders vielschichtig. Es entfaltet sich auf mehreren Ebenen und hat unterschiedliche Auswirkungen auf Bewegung, Beziehung und Ausdruck.

In drei Unterrichtseinheiten widmen wir uns intensiv diesem Thema.

A. 16.02.2026 – Raum

 

1. Wahrnehmung des Raums.
Im Tanz nehmen wir Raum auf verschiedenen Ebenen wahr: den Raum im eigenen Körper, den Raum unseres Partners oder unserer Partnerin, den gemeinsamen Raum zwischen uns sowie den umgebenden Raum auf der Tanzfläche. Diese Wahrnehmung hilft uns, Bewegungen anzupassen, Nähe und Distanz bewusst zu gestalten und sicher sowie harmonisch zu tanzen.

2. Raum und Spannung

Der Umgang mit dem Raum beeinflusst die Körperspannung. Durch bewusste Ausdehnung oder Reduktion unserer Bewegung im Raum entsteht Spannung oder Entspannung, die dem Tanz Stabilität, Klarheit und Ausdruck verleiht.

3. Wie spüre ich den Raum?

Raum wird im Tanz nicht nur gesehen, sondern vor allem gespürt – über den Körper, das Gleichgewicht, die Bewegung und den Kontakt zum Partner oder zur Partnerin. Aufmerksamkeit, Atmung und bewusste Präsenz helfen dabei, den Raum wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

4. Raum als Kommunikationsmittel

Raum dient im Tanz als Mittel der nonverbalen Kommunikation. Durch Nähe, Distanz, Richtung und Bewegung im Raum teilen wir Absichten, Impulse und Emotionen mit. Besonders im argentinischen Tango entsteht so ein stiller Dialog zwischen den Tanzpartnern.

 

B. 23.02.2026 – Raum und Bewegungen/Schritte/ Elemente

 

1. Raum öffnen, Raum sperren

Im argentinischen Tango bedeutet Raum öffnen, dem Partner oder der Partnerin eine klare Bewegungsmöglichkeit anzubieten – etwa durch Gewichtsverlagerung, Richtungsimpuls oder Veränderung der Umarmung. Raum sperren heißt, Bewegungen bewusst zu begrenzen, um Stabilität, Schutz und Präzision zu schaffen, besonders in der Ronda.

2. Raum kreiert Bewegungen

Bewegungen im Tango entstehen nicht isoliert, sondern aus dem angebotenen Raum. Je nachdem, wie Raum geöffnet oder begrenzt wird, ergeben sich Schritte, Drehungen oder Pausen ganz natürlich als Antwort auf den räumlichen Impuls.

3. Raum und Elemente

Die Elemente des Tangos – Gehen, Drehen, Pausieren, Giros – stehen in direktem Zusammenhang mit dem Raum. Größe, Richtung und Qualität einer Bewegung werden durch den verfügbaren Raum bestimmt und passen sich kontinuierlich der Situation auf der Tanzfläche an.

4. Tanz im kleinen Raum

Tanzen im kleinen Raum erfordert Klarheit, Balance und bewusste Raumgestaltung. Im argentinischen Tango entstehen auch auf engstem Raum Ausdruck und Musikalität durch feine Gewichtswechsel, kleine Bewegungen und präzise Kommunikation im Paar.

 

C. 02.03.2026 – Milonga (Als Raum bzw. Veranstaltungsort)

 

Die Milonga ist in der Regel unser Ziel, wenn wir Tango lernen wollen. Sie ist der Ort, an dem wir Tango tanzen, erleben und mit anderen teilen. Gleichzeitig ist die Milonga jedoch auch eine kleine Community mit bestimmten Regeln und Konventionen, die man kennen sollte, um einen angenehmen und genussvollen Abend für sich selbst und für andere zu gestalten.

In die Milonga bringen wir unsere Stimmung, unsere Persönlichkeit und unsere Erwartungen mit. Daraus entstehen Begegnungen und Situationen, die nicht immer harmonisch sind. Was tun wir, wenn die Chemie nicht stimmt?In diesem Zusammenhang sprechen wir über Tipps und Tricks von erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern und öffnen gleichzeitig Raum für Austausch, Fragen und Diskussionen – besonders auch für weniger Erfahrene und Neueinsteiger.

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