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LABORTHEMEN

MAI - JULI 2026
 
Hauptthemen


 

IMPROVISATION
 

Dienstag 19 Mai 18:30 -20:00 Uhr

 

Improvisation im Tanz ist die spontane und bewusste Gestaltung von Bewegung im Zusammenspiel mit Musik, Raum und oft einem Partner. Sie basiert auf Vertrauen in den eigenen Körper, die Wahrnehmung und den gegenwärtigen Moment.

 

Im Tango Argentino ist Improvisation das Herz des Tanzes: Tango entsteht im Hier und Jetzt als körperlicher Dialog zwischen zwei Menschen. Dabei bedeutet Improvisation nicht, wahllos Figuren aneinanderzureihen, sondern bekannte Elemente kreativ, musikalisch und passend zur Situation neu zu gestalten. Sie ist keine Freiheit ohne Form, sondern Freiheit innerhalb einer Beziehung.

Viele Tänzer können auch nach Jahren nicht wirklich improvisieren, weil sie oft nur Schritte und Figuren gelernt haben, aber nicht die eigentliche „Sprache“ des Tango. Häufige Gründe sind: zu viel Fokus auf Figuren statt Prinzipien, fehlendes musikalisches Verständnis, Vorausdenken statt Präsenz, Angst vor Einfachheit, mangelnder Dialog im Paar und zu viel Technik ohne spielerische Freiheit.
Viele lernen Tango als Inhalt – Improvisation braucht Tango als Fähigkeit.
Wer nur Figuren kennt, tanzt Vergangenheit. Wer improvisieren kann, tanzt Gegenwart.
In diesem Unterricht beschäftigen wir uns mit den 7 Säulen der Tango-Improvisation durch gezielte und abwechslungsreiche Übungen. Dabei lernen wir, dass Improvisation nicht durch immer mehr Figuren entsteht, sondern durch den Aufbau wichtiger Fähigkeiten und Kompetenzen.

Im Mittelpunkt steht nicht die Frage: Was tanze ich?
Sondern: Wie entscheide ich im Moment?
So entwickeln wir mehr Freiheit, Musikalität, Verbindung und Kreativität im Tango.


 

VERZIERUNGEN
 

Dienstag 19 Juni 18:30 -20:00 Uhr

Verzierungen im argentinischen Tango (Adornos) sind zusätzliche, meist optionale Bewegungen, die den Tanz musikalischer, persönlicher und lebendiger machen. Sie verändern nicht die Grundstruktur des Führens, sondern schmücken sie aus.

Der Schritt ist die Sprache – die Verzierung ist der Akzent, die Handschrift, die Poesie.

 

Verzierungen sind keine Pflicht. Sie entstehen vor allem in Pausen, bei kurzen Wartezeiten, auf musikalischen Akzenten oder wenn Zeit, Balance und Raum vorhanden sind. Sie werden meist nicht direkt geführt, sondern ermöglicht. Zuerst wird die Information empfangen, danach kann geschmückt werden. Gute Verzierungen wirken so, als wären sie gemeinsam entstanden.

Verzierungen sind kein bloßer Zusatz zur Technik, sondern entstehen aus Qualität, Zeit und Musik. Man führt sie nicht – man schafft die Bedingungen dafür.

Da Verzierungen unterschiedliche Körperdynamiken und Antriebsaktionen benötigen, beschäftigen wir uns in dieser Stunde mit zahlreichen Beispielen, vor allem mit dem Fokus auf Qualität und Ausdruck.


DIE PAUSEN IM ARGENTINISCEN TANGO

Montag 20 Juli 19:45-21:15 Uhr

Pausen sind ein wesentlicher Bestandteil des argentinischen Tango. Sie bedeuten nicht Stillstand, sondern bewusste Präsenz, Spannung und Ausdruck.
Eine Pause ist ein Moment, in dem keine sichtbare Bewegung stattfindet, während der Tanz innerlich weiterlebt.

Manchmal sagt ein Stillstand mehr als viele Schritte.

Pausen fördern Musikalität, Kontrolle und Verbindung. Wer pausieren kann, tanzt reifer. Im Tango ist die Pause nicht leer – sie ist voller Bedeutung.

In dieser Stunde beschäftigen wir uns mit verschiedenen Arten von Pausen: musikalischen Pausen, rhythmischen Stopps, expressiven Ruhepunkten sowie Pausen als Vorbereitung für Bewegung oder Verzierungen. Außerdem betrachten wir, warum Pausen wichtig sind, wann sie entstehen, was in einer guten Pause geschieht, wie Führende und Folgende damit umgehen und welche häufigen Fehler vermieden werden sollten.

Ziel ist mehr Qualität, Präsenz und Ausdruck im Tanz.

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